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Rhein-Neckar.

08.03.2010 - Abfallmengenentwicklung im Rhein-Neckar-Kreis

Im Rhein-Neckar-Kreis fiel 2009 mehr Restmüll an, die Wertstoffe in den grünen Tonnen sind erstmals rückläufig

 

68.600 Tonnen Restmüll fielen im Jahr 2009 im Rhein-Neckar-Kreis an. Das sind 1.300 Tonnen mehr als im Jahr davor. Für die rund 68.600 Tonnen Restmüll musste das Entsorgungspersonal der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises mbH 2.006.863 Mal die Restmüllbehälter bei den privaten Haushalten und den angeschlossenen Gewerbebetrieben leeren. Hinzu kamen 202.872 Leerungen von Biomüllbehältern und die Grüne Tonne plus wurde im vergangenen Jahr 3.896.165 Mal kreisweit geleert.

 

Erfreulich ist, dass die Biomüllmengen wieder ansteigen. Die Biotonne - im Sommer beliebt als „Rasenschnitttonne" und im Herbst optimal als „Laubtonne" - konnte im Jahr 2009 über 400 Tonnen Biomüll mehr verzeichnen, insgesamt waren es 5.800 Tonnen. Der Biomüll aus dem Rhein-Neckar-Kreis wird im Kompostwerk in Heidelberg zu Kompost weiterverarbeitet.

 

Im Gegensatz zum Restmüll verringerten sich die Wertstoffe in den grünen Tonnen um 1.200 Tonnen. 75.400 Tonnen an Wertstoffen durchliefen im letzten Jahr die Sortieranlage in Sinsheim, wo die aussortierten Wertstoffe dann an Recyclingbetriebe weiter vermarktet werden.

 

117.000 Sperrmüll- und Altholzaufträge wurden 2009 von der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises durchgeführt. Dabei wurden 6.800 Tonnen Sperrmüll eingesammelt und 11.800 Tonnen Altholz. Der Anteil des Altholzes im Sperrmüll steigt seit Jahren an, da bei den Sammlungen verstärkt das Holz separat eingesammelt wird, da es zur energetischen Nutzung an Biomassekraftwerke geliefert wird. Dies ist ein weiterer Beitrag der AVR zum Umweltschutz in der Region, da hier CO2-neutral Energie erzeugt wird.

 

Der Anteil an gewerblichen Abfällen sank um 600 Tonnen im Vergleich zu 2008, hier spiegelt sich zum einen die allgemeine wirtschaftliche Lage der Betriebe in der Region wieder, zum anderen werden anderweitige Entsorgungswege eingegangen.

 

Über 90.000 Aufträge zur Schrott- und Elektrogerätesammlung gingen 2009 bei der AVR ein. Erfreulicherweise  sind die Mengen an Elektrogeräten und an Schrott erstmals wieder angestiegen. Die Umstellung auf „geheime" Sammeltermine, also Termine, die im Voraus nicht bekanntgegeben werden sondern erst bei der Schrottanmeldung, hat also etwas gebracht und der „Schrottklau" konnte eingedämmt werden.                                                                2.600 Tonnen an Großgeräten, Kühlgeräten, Monitoren und sonstigen Elektrokleingeräten konnten 2009 an die AVR zur Verwertung übergeben werden, das sind 360 Tonnen mehr als im Jahr 2008. Knapp 940 Tonnen Schrott wurden im letzten Jahr eingesammelt, auch hier waren es 332 Tonnen mehr als im Vorjahresvergleich.

 

189.983 Abfallsäcke wurden 2009 im Rhein-Neckar-Kreis als zusätzliche Entsorgungslösung gekauft: 102.345 Restmüllsäcke, 23.719 Biomüllsäcke und 63.919 Wertstoffsäcke. Auch hier spiegelt sich der Entsorgungstrend wieder: Rest - und Biomüllsäcke wurden mehr als im Vorjahr verkauft, Wertstoffsäcke weniger.

 

Tonnen im Rhein-Neckar-Kreis 
Die Mengen in den Restmüll- und Biomüllbehältern sind 2009 gestiegen, die Wertstoffmengen in den Grünen Tonnen sind gesunken.